Therapie mit Begleittier
Ein zentrales Thema in der Therapie

Es ist allgemein bekannt, dass Mensch und Tier eine besondere Beziehung pflegen. Oft ist das Tier für unsere Rehabilitanden die stärkste »Bezugsperson«. Einige psychosomatische Kliniken haben bereits erkannt, wie wertvoll und stabilisierend die Mitnahme des eigenen Tieres für die Therapie sein kann. Wir knüpfen an diese tollen Erfahrungen an. Die Gespräche mit den Beratungsstellen und der dadurch offensichtliche Bedarf, hat uns angespornt, gemeinsam mit unserem Federführer, der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, das Konzept der Begleittiermitnahme umzusetzen.

Es stehen fünf Zimmer für die gemeinsame Unterbringung mit Hund und sieben weitere Zimmer für die Aufnahme mit anderen Tieren zur Verfügung.

Die Fachklinik bietet verschiedene baulich getrennte Wohnbereiche an. Es ist für alle Rehabilitanden gesorgt, auch für die, die keine Tierberührung wünschen oder sich auf Grund von Allergien schützen müssen.

Icon für Hervorhebung

Die Therapie steht im Vordergrund. Daher erhalten alle Rehabilitanden, in Anzahl und Umfang der Leistungen, den gleichen Therapieplan. Dieser enthält aber immer wieder Pausen, die es ermöglichen das eigene Haustier zu versorgen.

Wunsch und Wahlrecht

Bitte geben Sie im Sozialbericht Oerrel als Wunschklinik an und begründen Sie Ihre Wahl mit der Aufnahme des Begleittieres.

Sobald die Kostenzusage vorliegt, bitten wir um Mitteilung, dass ein Begleittier mit aufgenommen werden soll. Ohne vorherige Anmeldung ist eine Aufnahme nicht möglich. Bei Hunden ist ein Kennenlernen vor Ort Voraussetzung. Bei anderen Tieren versuchen wir alle Absprachen telefonisch zu treffen.

Die Unterbringung des Tieres ist kostenlos. Für alle weiteren Kosten ist jeder selbst verantwortlich. So auch für die Versorgung des Tieres.

Begleittier in der Therapie, Foto: Budimir Jevtic, shutterstock.com
Grafik Begleittier

Fragen zur Begleittiermitnahme

Welche Voraussetzungen gibt es?

  • Eine Kostenzusage für die Rehabilitation für eine Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit. Achten Sie darauf, dass im Sozialbericht die Fachklinik Oerrel als Wunschklink angegeben wird und dies mit der Aufnahme des Tieres begründet wird.
  • Das Konzept ist grundsätzlich für Rehabilitanden gedacht, die ihr Haustier nicht anderweitig unterbringen können oder für die Situation, in der es therapeutisch angeraten ist.
  • Die Aufnahme der Begleittiere ist grundsätzliche eine Einzelfallentscheidung.

Welche Haustiere können mitgebracht werden?

  • Welche Haustiere mitgebracht werden können, wird im Einzelfall entschieden. Grundsätzlich haben wir keine Gattungen ausgeschlossen.
  • Tiere die trächtig sind, können wir leider nicht aufnehmen.
  • Für Hunde, die eine Schulterhöhe von 62 cm haben, nach dem Niedersächsischen Hundehaltergesetz als gefährliche Hunde eingestuft sind oder auf der Bayerischen Liste der Rassen für Kampfhunde stehen, ist unsere Klink nicht geeignet.
  • Die Tiere müssen alle erforderlichen Impfungen erhalten haben.
  • Ein Tierarzt muss bestätigen, dass das Tier frei von ansteckenden Krankheiten ist und akut keine besonderen Krankheiten bestehen.

Wie erfolgt die Unterbringung?

  • Die Unterbringung erfolgt gemeinsam mit dem Tier im Einzelzimmer. Bei Hunden besteht ein extra Eingang.
  • Wir haben vier Zimmer für die Mitnahme von Hunden und sieben weitere für die Mitnahme anderer Haustiere.
  • Alles Nötige für Ihr Tier bringen Sie bei Aufnahme mit bzw. besorgen es im Einzelhandel im Umfeld der Klinik.

Was kostet die Unterbringung?

  • Die Unterbringung ist kostenlos. Für Verpflegung und alles Weitere ist selbst zu sorgen.

Wie ist mein Haustier versorgt?

  • Das Haustier wird durch Sie selbst versorgt. Sie erhalten den gleichen Therapieplan wie andere Rehabilitanden. In diesem Plan sind Freiräume für die Versorgung der Tiere. Die Therapie hat aber Vorrang.

Wo kann ich alles Nötige für die Versorgung meines Tieres bekommen?

  • Im Umfeld der Fachklinik gibt es mehrere Einzelhandelsgeschäfte, die zwei Mal pro Woche mit dem Fahrdienst der Klinik angefahren werden. Bitte bedenken Sie, dass pro Woche nur 14 Plätze zur Verfügung stehen.
  • Die Läden sind grundsätzlich auch mit dem Fahrrad erreichbar.
  • Wir planen Streu und evtl. Trockenfutter in der Klinik zum Selbstkostenpreis anzubieten.

Bei welchem Kostenträger ist die Mitnahme möglich?

  • Da die Mitnahme nicht durch die Kostenträger finanziert wird, ist eine Mitnahme bei allen Rentenversicherungsträgern, allen Krankenkassen und auch als Selbstzahler möglich.

Was ist bei Hunden im Besonderen zu regeln?

  • Bei Hunden ist das Niedersächsische Hundehaltergesetz und die damit verbundenen Regelungen zu beachten.
  • Bei Hunden ist ein Vorstellungstermin in der Fachklinik notwendig.

Was passiert, wenn es meinem Tier nicht gut geht?

  • Wir haben Adressen von Tierärzten in der Region herausgesucht, mit denen unsere Mitarbeiter gute Erfahrungen gemacht haben.
  • Zu Beginn der Therapie benennen Sie einen Notfallkontakt der ggf. für das Tier sorgen sollte. Wenn dies nicht möglich ist, kann es notwendig sein, das Begleittier vorrübergehend extern unterbringen zu lassen. Die Kosten müssen Sie dafür selbst tragen.

Was passiert, wenn es mir nicht gut geht und ich in ein Krankenhaus verlegt werde?

  • Sie benennen vor Aufnahme einen externen Notfallkontakt. Diese Personen müssten sich um das Tier kümmern sofern nicht andere Rehabilitanden, die die Erlaubnis haben, sich um das Tier zu kümmern oder sich keine andere Lösung finden lässt.
  • Ist der Notfallkontakt nicht verfügbar, muss das Tier auf eigene Kosten ggf. extern untergebracht werden.

Wie viele Haustiere kann ich mitbringen?

  • Wir haben grundsätzlich keine Festlegung getroffen. Zehn Fische sind etwas anderes als zehn Hamster.

Weitere Fragen?

  • Bitte rufen Sie unser Klinikbüro der Fachklinik Oerrel an, damit wir weitere Fragen besprechen können.

18. August 2018
41. Wiedersehens- und Sommerfest
Fachklinik Oerrel

Programm

ab 09:30 Uhr Ankommen der Gäste
10:00 Uhr Gottesdienst
11:00–14:00 Uhr Besondere Angebote*
11:30 Uhr Mittagessen
14:00 Uhr Vorstellung der Veränderungen im Haus Niedersachsen
15:00–17:00 Uhr Besondere Angebote*
16:00 Uhr Preisausgabe aus der Tombola

Besondere Angebote*

  • Kinderprogramm mit Kinderschminken, Ponyreiten, Hüpfburg und Zuckerwatte
  • Wölfi-Maskottchen vom VfL Wolfsburg in der Zeit von 12:00-14:00 Uhr
  • Die Tombola-Lose müssen diesmal mit besonderem Geschick (und sicherlich viel Spaß) erworben werden, beim: Dart, Entenangeln, Torwandschießen, Dosenwerfen und Bogenschießen.

Außerdem

  • Alkoholfreie Cocktails, gemixt vom Förderkreis der Haus Niedersachen e.V.
  • Wie in jedem Jahr umsorgt die Hauswirtschaft unsere Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten!

Abende der Begegnung
in der Fachklinik Oerrel

Für aktuelle und ehemalige Patientinnen und Patienten und deren Angehörige bieten wir an jedem ersten Mittwoch eines Monats einen „Abend der Begegnung“ zu gezielten Themenschwerpunkten mit anschließender Gruppenarbeit und einem geselligen Ausklang an. Nähere Informationen dazu veröffentlichen wir stets einige Tage vorher auf unserer Facebookseite.

Beginn: jeweils 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum (Gruppenraum 7)

Terminübersicht

05.12.201819:00 UhrKarsten StankAbend der Begegnung
09.01.201919:00 UhrGersom RoeslerAbend der Begegnung
06.02.201919:00 UhrKarsten StankAbend der Begegnung
06.03.201919:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung
03.04.201919:00 UhrBastian KastenAbend der Begegnung
08.05.201919:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung
05.06.201919:00 UhrFriedbert HartmannAbend der Begegnung
03.07.201919:00 UhrJohannes NaetherAbend der Begegnung
07.08.201919:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung
04.09.201919:00 UhrKarsten StankAbend der Begegnung
09.10.201919:00 UhrN.N.Abend der Begegnung
06.11.201919:00 UhrFriedbert HartmannAbend der Begegnung
04.12.201919:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung

Termine & Veranstaltungen aller Häuser

Fachliche Kooperationen
Fachklinik Oerrel

Kostenträger

alle Regionalbereiche der Deutsche Rentenversicherung inkl. DRV-Bund
  • gem. § 15 SGB VI (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)
  • und § 26 SGB IX (Leistungen zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe)
  • Leistungsvertrag nach § 21 SGB IX
gesetzliche Krankenversicherungen
  • § 40 SGB V zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
  • Versorgungsvertrag nach §111 SGB V

Maßnahmen

  • 13-wöchige Stationäre Reha
  • Stationäres Modul von Kombi-Nord in Zusammenarbeit mit regionalen Beratungsstellen (ambulantes Modul)

Strukturmerkmale

Behandlungsplätze: Die Fachklinik verfügt über 66 Behandlungsplätze.

Federführender Kosten- und Leistungsträger: Deutsche Rentenversicherung, Braunschweig-Hannover.

Fachliche Qualifikation: Wir arbeiten interdisziplinär in einem multiprofessionellen Team mit folgenden Professionen und Qualifikationen:
Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialmedizin, Rehabilitationsmedizin, Allgemeinmedizin, Ernährungsmedizin, examinierte Krankenschwestern und -pfleger, Ernährungs- und Diätberaterin, Dipl.-Psychologen (TP und VT), Dipl.-Sozialpädagogen / Dipl.- Pädagogen / Dipl. Sozialarbeiter (TP und VT), Sozialtherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Arbeitsanleitern.

Antragsverfahren

  • Diagnose Alkohol- und / oder Medikamentenabhängigkeit
  • Erstellung des Arztberichtes
  • Verfassen des Sozialberichtes und Antrag an Deutschen Rentenversicherung oder der GKV
  • Der zukünftige Rehabilitand hat ein Wunsch- und Wahlrecht. Sollte er die Fachklink Oerrel bevorzugen, sollte dies im Sozialbericht erwähnt und idealer Weise begründet werden. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
  • Einreichung beim Kostenträger (Rentenversicherung / Krankenkasse)

Im Sinne des Nahtlosigkeitsverfahrens können wir derzeit nach mündlicher Kostenzusage und Indikationsprüfung im Hause unverzüglich aufnehmen. Der reguläre Aufnahmetag ist Mittwoch.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Rufnummer: 05832-820 zur Verfügung.

Mögliche Kontraindikationen

In folgenden Fällen empfehlen wir die vorherige Kontaktaufnahme zur individuellen Prüfung der Behandlungsmöglichkeit:

  • alle Krankheitsbilder und Funktionsstörungen, die eine aktive Teilnahme am Rehabilitationsprogramm weitgehend ausschließen
  • akute Suizidalität
  • mögliche Fremdgefährdung bei mehrfacher substanzunabhängiger Gewaltbereitschaft in der Vorgeschichte
  • Desorientierung
  • erheblichen Merkfähigkeitsstörungen bei organischen und psychischen Störungen wie Demenz oder Delir
  • akute oder instabile Psychosen aus den Diagnosegruppen Schizophrenie und wahnhafte Störungen
  • manische Phasen von Bipolaren Störungen
  • schwergradige und /oder irreversible substanzinduzierte hirnorganische Störungen mit anhaltenden schweren Hirnleistungs- und Verhaltensstörungen
  • im Vordergrund stehender akutmedizinischer Behandlungsbedarf
  • erhebliche Pflegebedürftigkeit
  • erhebliche Behinderung der Gehfähigkeit

Indikationen

Hauptdiagnose: Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit (F10.1/F10.2/F13.1/F13.2)

Nebendiagnosen: schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von

  • Opioid-Analgetika (F11.1/F11.2)
  • Cannabinoiden (F12.1/F12.2)
  • Sedativer und Hypnotika (F13.1/F13.2)
  • Kokain (F14.1/F14.2)
  • Stimulanzien (F15.1/F15.2)
  • Halozinogenen (F16.1/F16.2)
  • Tabak (F17.1 / F17.2)
  • flüchtigen Lösungsmitteln (F18.1/F18.2)
  • polyvalenter Substanzkonsum und Konsum anderer psychotroper Substanzen (F19.1/F19.2)
  • nicht abhängigkeitserzeugender Substanzen (F55)

Bei der Abhängigkeit von psychotrophen Substanzen ist zu prüfen, ob die Alkohol- / Medikamentenabhängigkeit als Hauptdiagnose gesichert ist und ob eine Abstinenz aller Substanzen angestrebt wird.

Mitbehandelte psychische Komorbiditäten

Organisch und Psychische Störungen:
  • leichte Kognitive Störungen (F06/07)
Substanzinduzierte Störungen:
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol / THC: Psychotische Störung (F10.5/F12.5)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Amnestisches Syndrom (F10.6)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Restzustände (F10.7)
  • weitere (F10.8 / F10.9)
  • Einzelfallentscheidung: F20-F29
Wenn Rehafähigkeit vom vorbehandelnden Psychiater bestätigt:
  • F4
  • F 31.x
  • F32-39 (sofern nicht suizidal)
  • F50 (sofern kein akutmedizinischer Handlungsbedarf)
  • F51 nicht organische Schlafstörungen
  • F60-62 und F68-69 Persönlichkeitsstörungen
  • F63 Impulskontrollstörung die nicht im Vordergrund stehen
  • F84.5 Asperger Syndrom (Autismus) Einzellfallenstscheidung
  • F90 ADHS

Behandlungsangebote

  • teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der DRV (BORA?BORA
    Berufliche Orientierung in der Rehabilitation von Abhängigen. Wichtiger Baustein in der Therapie und Tagesstruktur, beinhaltet berufliche Anamnese, Klärung der individuellen Fähigkeiten und des Potenzials der Rehabilitanden und praktische Maßnahmen in Werkstätten und Betrieben. Ziel ist die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben nach erfolgreicher Reha.
    ): Leistungsdiagnostik, EFL, Belastungserprobung, Belastungstraining, PC-Training, Bewerbungstraining, Psychoeduktive Gruppen für Arbeitsuchende, Arbeitsplatzseminare, Hirnleistungstraining, Haushalts- und Kochtraining
  • Teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der Krankenkassen: Hirnleistungstraining, Tagesstrukturierung , Mobilisierung, Physiotherapie, Haushalts- und Kochtraining
  • Psychotherapie: Affekttraining, Depressionsbewältigung, Traumabewältigung
  • Verhaltenstherapie: Selbstwert-, Selbstsicherheitstraining
  • Sinn- und Werteorientierung: Logotherapie, REVT, Transaktionsanalyse, Selbsthilfeprogramm
  • Entspannungstherapie: Autogenes Training, PMR, Akupunktur
  • Familientherapie: Angehörigen-, Paarseminar u.-gespräche,
  • intensives Rückfallpräventionstraining: Suchtgruppe, Rückfallgruppe, Belastungserprobung, Kommunikationstraining, REVT, Kreativwerkstatt, Schreibwerkstatt, Stressmanagement, Schuldnerberatung
  • Gesundheitstraining: Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung
  • Raucherentwöhnung
  • Ernährungsberatung
  • Sonderkostformen
  • Physiotherapie
  • Bewegungstherapie: Rückenschule, Koordinations-, Beweglichkeits-, Ausdauertraining, Sport

Informationen für Kooperationspartner aller Häuser

Informationen für Kosten- und Leistungsträger
Fachklink Oerrel

Wir bieten Ihren Versicherten mit indizierter Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit beruflich orientierte, medizinische Rehabilitation auf folgenden Grundlagen an:

Deutsche Rentenversicherung (DRV)

  • gem. § 15 SGB VI (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)
  • und § 26 SGB IX (Leistungen zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe)
  • Leistungsvertrag nach § 21 SGB IX
  • BORA?BORA
    Berufliche Orientierung in der Rehabilitation von Abhängigen. Wichtiger Baustein in der Therapie und Tagesstruktur, beinhaltet berufliche Anamnese, Klärung der individuellen Fähigkeiten und des Potenzials der Rehabilitanden und praktische Maßnahmen in Werkstätten und Betrieben. Ziel ist die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben nach erfolgreicher Reha.
    Anerkennung

gesetzliche Krankenversicherung

  • gem. § 40 SGB V um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden Versorgungsvertrag nach §111 SGB V

Strukturmerkmale

Behandlungsplätze: Die Fachklinik verfügt über 66 Behandlungsplätze.

Federführender Kosten- und Leistungsträger: Deutsche Rentenversicherung, Braunschweig-Hannover.

Fachliche Qualifikation: Wir arbeiten interdisziplinär in einem multiprofessionellen Team mit folgenden Professionen und Qualifikationen:
Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialmedizin, Rehabilitationsmedizin, Allgemeinmedizin, Ernährungsmedizin, examinierte Krankenschwestern und -pfleger, Ernährungs- und Diätberaterin, Dipl.-Psychologen (TP und VT), Dipl.-Sozialpädagogen / Dipl.- Pädagogen / Dipl. Sozialarbeiter (TP und VT), Sozialtherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Arbeitsanleitern.

Indikationen

Hauptdiagnose: Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit (F10.1/F10.2/F13.1/F13.2)

Nebendiagnosen: schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von:

  • Opioid-Analgetika (F11.1/F11.2)
  • Cannabinoiden (F12.1/F12.2)
  • Sedativer und Hypnotika (F13.1/F13.2)
  • Kokain (F14.1/F14.2)
  • Stimulanzien (F15.1/F15.2)
  • Halozinogenen (F16.1/F16.2)
  • Tabak (F17.1 / F17.2)
  • flüchtigen Lösungsmitteln (F18.1/F18.2)
  • polyvalenter Substanzkonsum und Konsum anderer psychotropher Substanzen (F19.1/F19.2)
  • nicht abhängigkeitserzeugender Substanzen (F55)

Bei der Abhängigkeit von psychotrophen Substanzen ist zu prüfen, ob die Alkohol- / Medikamentenabhängigkeit als Hauptdiagnose gesichert ist und ob eine Abstinenz aller Substanzen angestrebt wird.

Mitbehandelte psychische Komorbiditäten

Organisch und Psychische Störungen:
  • leichte Kognitive Störungen (F06/07)
Substanzinduzierte Störungen:
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol / THC: Psychotische Störung (F10.5/F12.5)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Amnestisches Syndrom (F10.6)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Restzustände (F10.7)
  • weitere (F10.8 / F10.9)
  • Einzelfallentscheidung: F20-F29
Wenn Rehafähigkeit vom vorbehandelnden Psychiater bestätigt:
  • F4
  • F 31.x
  • F32-39 (sofern nicht suizidal)
  • F50 (sofern kein akutmedizinischer Handlungsbedarf)
  • F51 nicht organische Schlafstörungen
  • F60-62 und F68-69 Persönlichkeitsstörungen
  • F63 Impulskontrollstörung die nicht im Vordergrund stehen
  • F84.5 Asperger Syndrom (Autismus) Einzellfallenstscheidung
  • F90 ADHS

Behandlungsangebote

  • teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der DRV (BORA): Leistungsdiagnostik, EFL, Belastungserprobung, Belastungstraining, PC-Training, Bewerbungstraining, Psychoeduktive Gruppen für Arbeitsuchende, Arbeitsplatzseminare, Hirnleistungstraining, Haushalts- und Kochtraining
  • Teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der Krankenkassen: Hirnleistungstraining, Tagesstrukturierung , Mobilisierung, Physiotherapie, Haushalts- und Kochtraining
  • Psychotherapie: Affekttraining, Depressionsbewältigung, Traumabewältigung
  • Verhaltenstherapie: Selbstwert-, Selbstsicherheitstraining
  • Sinn- und Werteorientierung: Logotherapie, REVT, Transaktionsanalyse, Selbsthilfeprogramm
  • Entspannungstherapie: Autogenes Training, PMR, Akupunktur
  • Familientherapie: Angehörigen-, Paarseminar u.-gespräche,
  • intensives Rückfallpräventionstraining: Suchtgruppe, Rückfallgruppe, Belastungserprobung, Kommunikationstraining, REVT, Kreativwerkstatt, Schreibwerkstatt, Stressmanagement, Schuldnerberatung
  • Gesundheitstraining: Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung
  • Raucherentwöhnung
  • Ernährungsberatung
  • Sonderkostformen
  • Physiotherapie
  • Bewegungstherapie: Rückenschule, Koordinations-, Beweglichkeits- Ausdauertraining, Spiele

Informationen für Kosten- & Leistungsträger aller Häuser

Qualitätsmanagement
Fachklinik Oerrel 

Das Qualitätsmanagement der Fachklinik Oerrel der Haus Niedersachsen gGmbH ist nach

  • DIN EN ISO 9001:2015,
  • DEGEMED/FVS

zertifiziert. Die Fachklinik erfüllt somit die strengen Anforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), nach §20 SGB IX. Darüber hinaus nimmt die Fachklinik Oerrel am externen Qualitätsprogramm der Deutschen Rentenversicherung (DRV) teil.

So können wir uns für ein ausgezeichnetes Niveau und eine konstant hohe Qualität in Behandlung und Betreuung verbürgen.

Qualitätsmanangement aller Häuser