Beruflich orientierte Reha (BORA?BORA
Berufliche Orientierung in der Rehabilitation von Abhängigen. Wichtiger Baustein in der Therapie und Tagesstruktur, beinhaltet berufliche Anamnese, Klärung der individuellen Fähigkeiten und des Potenzials der Rehabilitanden und praktische Maßnahmen in Werkstätten und Betrieben. Ziel ist die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben nach erfolgreicher Reha.
) und Arbeitstherapie?Arbeitstherapie
Arbeit als therapeutische Methode zur Behandlung von Abhängigen. Die Beschäftigung im Rahmen der Betreuung findet sich in Bereichen wie Metall- und Holzwerkstatt, Fahrradwerkstatt, Haustechnik, Gartenarbeit, Küche und Hauswirtschaft oder in der Kreativwerkstatt. Unter fachlicher Anleitung wird hier mit konkreten therapeutischen Zielsetzungen gearbeitet.

Selbstbewusstsein und Halt im Leben – das geben neben Familie und Freunden vor allem Arbeit und Beruf. Wenn Sie aus der Entwöhnungstherapie wieder nach Hause kommen, ist es erfahrungsgemäß für Sie viel leichter, wenn Sie eine feste Tagesstruktur haben. Zum Beispiel durch geregelte Arbeit.

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Ob Sie Ihren alten Job wieder aufnehmen oder einen Neuen suchen: wir unterstützen Sie von Beginn an bei Ihrer beruflichen Weiter-Orientierung und motivieren Sie, Ihre Erwerbsfähigkeit zu steigern und zu festigen.

BORA, d.h. die berufliche Orientierung in der Rehabilitation Abhängigkeitskranker, ist fester Bestandteil unseres Konzeptes. Bereits in der Aufnahmegruppe möchten wir mit Ihnen die Ziele für Ihre Wiedereingliederung entwickeln. Wir erstellen einen Therapie- und Teilhabeplan, unabhängig davon, ob Sie in fester Anstellung sind, Arbeitslosengeld beziehen oder nicht erwerbstätig sind.

Ressourcen entdecken und nutzen

Gemeinsam erstellen wir hierzu ein umfassendes Profil Ihrer beruflichen Vorgeschichte und Ihrer Vorstellungen. Was haben Sie zuletzt gemacht, was möchten Sie zukünftig tun? Welche Grundlagen und Erfahrungen bringen Sie mit? Wo sehen Sie Ihre Stärken, wo zeigen sich gegebenenfalls Einschränkungen? Wie begegnen Sie den Erwartungen von Arbeitgebern und Kollegen?

Je klarer und realistischer Sie Ihre Fähigkeiten einschätzen können und sich Ihrer Wünsche bewusst sind, desto einfacher wird es sein, einen passenden Job zu finden oder sich zu bewerben.

Training on the Job

Daher erproben wir in der Arbeitstherapie auch den Ernstfall: wir simulieren konkrete Arbeitssituationen, um zu sehen, wie Sie damit umgehen. Dies geschieht zum einen durch psychologische und beratende Hilfe. Zum anderen machen Sie ab der 6. Woche praktische Erfahrungen in folgenden Bereichen:

  • Holzbearbeitung
  • Metallbearbeitung
  • Hauswirtschaft / Cafeteria
  • Haustechnik / Bauhandwerk
  • Garten- und Landschaftspflege

Neben der praktischen Tätigkeit findet an einem Tag in der Woche die theoretische Aufarbeitung statt. So können Sie sich leichter darüber im Klaren werden, welche beruflichen Maßnahmen Sie im Anschluss an die Reha in Angriff nehmen möchten. In der Indikativen Therapie?Indikativen Therapie
In der Indikativen Therapie werden gezielt die Fähigkeiten gestärkt, die im Alltag gefordert sind. Hierzu zählen z.B. Kommunikationsverhalten, Beziehungsfähigkeit, Selbstvertrauen, Körperwahrnehmung, Kreativität. Über einen bestimmten Zeitraum werden gezielt die für den einzelnen Rehabilitanden gerade wichtigen Themen angesprochen, Strategien zum Umgang mit Gefühlen, Depression, Angst und Rückfall, Entspannungstechniken, Kommunikation- und Gedächtnistraining vermittelt. Im Mittelpunkt der Indikativen Therapie steht die praktische Umsetzung.
trainieren Sie parallel Ihr Kommunikationsverhalten, Ihren Umgang mit Konfliktsituationen oder was sonst für Sie im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit wichtig ist (eine ausführliche Beschreibung finden Sie auf der Unterseite Suchttherapie).

Wir kümmern uns um jeden einzelnen persönlich.

Im Rahmen der Sozialberatung wird konkret das Thema der Erwerbstätigkeit nach der Reha angegangen. Wir bieten Ihnen Hilfe bei Anträgen, Bewerbungsschreiben und sozialrechtlichen Fragestellungen.

Je nachdem, ob Sie einen Job haben oder nicht, durchlaufen Sie mit Unterstützung unserer Therapeuten ein Bewerbungstraining, bei dem Sie komplette Bewerbungsunterlagen zusammenstellen und die Bewerbung selbst üben. Auf Wunsch können Sie an einer PC-Schulung teilnehmen.

Packen Sie das Leben an!

Die Fachklink vermittelt gerne externe Praktika in Betriebe unterschiedlicher Branchen. Wenn Sie sich stark fühlen, können Sie hier in einer konkreten Alltagssituation Ihre beruflichen Fähigkeiten überprüfen, schauen, ob der Job der Richtige für Sie ist und gleichzeitig Ihre soziale Kompetenz stärken.

Auch die Übernahme eines Ehrenamtes ist eine sinnvolle und befriedigende Beschäftigung und wird von der Fachklink soweit wie möglich unterstützt.

Kooperationen: Agentur für Arbeit, Jobcenter, Berufsförderungswerke und ARGE

Teil unseres Konzeptes ist es, dass Sie schon während der Therapie in der Fachklinik Oerrel konkret Ihre beruflichen Perspektiven nach der Entwöhnung angehen. Daher arbeiten wir eng mit der Agentur für Arbeit, Bezirk Helmstedt (Helmstedt, Wolfsburg und Gifhorn) und den Jobcentern in Wolfsburg, Gifhorn oder Helmstedt sowie weiteren norddeutschen Jobcentern zusammen. Je nachdem, wer für Sie zuständig ist, vermitteln wir Ihnen schnell und ohne Umstände die notwendigen Kontakte, um sämtliche Möglichkeiten Ihrer Förderung zu klären.

Oder möchten Sie eine Umschulung machen? Wir helfen Ihnen gerne bei Kontaktaufnahme und Antragstellung bei den zuständigen Berufsförderungswerken oder der ARGE.

Arbeitsplatzseminare

Wollen und können Sie Ihren „alten“ Arbeitsplatz behalten, bietet Haus Niedersachsen sogenannte Arbeitsplatzseminare an. Als Vorreiter auf diesem Gebiet haben wir schon seit Anfang der 80er Jahre sehr gute Erfahrungen damit gemacht, das gesamte Arbeitsumfeld, also Arbeitgeber und ggf. Betriebsrat einzubinden. Auch wenn es sicher anfangs schwer fällt, den anderen die eigene Sucht einzugestehen, ist diese Offenheit während der Entwöhnung enorm motivierend und birgt langfristig große Chancen, im alten Job wieder erfolgreich zu sein.

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Die Seminare finden in monatlichen Abständen statt. Hierbei werden Ihr Arbeitgeber und Ihre Kollegen über verschiedene Formen der Abhängigkeitserkrankungen und dem Umgang mit diesem Thema aufgeklärt. Welche Regeln gibt es im Zusammenhang mit Sucht? Was ist erlaubt, was nicht? Wie können die Kollegen Sie nach Ihrer Entwöhnung unterstützen?

41. Wiedersehensfest
Fachklinik Oerrel

Am 18. August 2018 findet unser jährliches Wiedersehensfest statt. Sobald das Programm des Tages fest steht, veröffentlichen wir dieses auf unserer Website.

Abende der Begegnung
in der Fachklinik Oerrel

Für aktuelle und ehemalige Patientinnen und Patienten und deren Angehörige bieten wir an jedem ersten Mittwoch eines Monats einen „Abend der Begegnung“ zu gezielten Themenschwerpunkten mit anschließender Gruppenarbeit und einem geselligen Ausklang an.

Beginn: jeweils 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum (Gruppenraum 7)

Terminübersicht

03.01.201819:00 UhrBernd FahlbuschAbend der Begegnung
07.02.201819:00 UhrN.N.Abend der Begegnung
07.03.201819:00 UhrFriedbert HartmannAbend der Begegnung
05.04.201819:00 UhrKarsten StankAbend der Begegnung
02.05.201819:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung
06.06.201819:00 UhrLisa LejaAbend der Begegnung
04.07.201819:00 UhrFriedbert HartmannAbend der Begegnung
01.08.201819:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung
05.09.201819:00 UhrLisa LejaAbend der Begegnung
10.10.201819:00 UhrN.N.Abend der Begegnung
07.11.201819:00 UhrDaniel FranzAbend der Begegnung
05.12.201819:00 UhrKarsten StankAbend der Begegnung

Termine & Veranstaltungen aller Häuser

Fachliche Kooperationen
Fachklinik Oerrel

Kostenträger

alle Regionalbereiche der Deutsche Rentenversicherung inkl. DRV-Bund
  • gem. § 15 SGB VI (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)
  • und § 26 SGB IX (Leistungen zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe)
  • Leistungsvertrag nach § 21 SGB IX
gesetzliche Krankenversicherungen
  • § 40 SGB V zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
  • Versorgungsvertrag nach §111 SGB V

Maßnahmen

  • 13-wöchige Stationäre Reha
  • Stationäres Modul von Kombi-Nord in Zusammenarbeit mit regionalen Beratungsstellen (ambulantes Modul)

Strukturmerkmale

Behandlungsplätze: Die Fachklinik verfügt über 66 Behandlungsplätze.

Federführender Kosten- und Leistungsträger: Deutsche Rentenversicherung, Braunschweig-Hannover.

Fachliche Qualifikation: Wir arbeiten interdisziplinär in einem multiprofessionellen Team mit folgenden Professionen und Qualifikationen:
Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialmedizin, Rehabilitationsmedizin, Allgemeinmedizin, Ernährungsmedizin, examinierte Krankenschwestern und -pfleger, Ernährungs- und Diätberaterin, Dipl.-Psychologen (TP und VT), Dipl.-Sozialpädagogen / Dipl.- Pädagogen / Dipl. Sozialarbeiter (TP und VT), Sozialtherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Arbeitsanleitern.

Antragsverfahren

  • Diagnose Alkohol- und / oder Medikamentenabhängigkeit
  • Erstellung des Arztberichtes
  • Verfassen des Sozialberichtes und Antrag an Deutschen Rentenversicherung oder der GKV
  • Der zukünftige Rehabilitand hat ein Wunsch- und Wahlrecht. Sollte er die Fachklink Oerrel bevorzugen, sollte dies im Sozialbericht erwähnt und idealer Weise begründet werden. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
  • Einreichung beim Kostenträger (Rentenversicherung / Krankenkasse)

Im Sinne des Nahtlosigkeitsverfahrens können wir derzeit nach mündlicher Kostenzusage und Indikationsprüfung im Hause unverzüglich aufnehmen. Der reguläre Aufnahmetag ist Mittwoch.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Rufnummer: 05832-820 zur Verfügung.

Mögliche Kontraindikationen

In folgenden Fällen empfehlen wir die vorherige Kontaktaufnahme zur individuellen Prüfung der Behandlungsmöglichkeit:

  • alle Krankheitsbilder und Funktionsstörungen, die eine aktive Teilnahme am Rehabilitationsprogramm weitgehend ausschließen
  • akute Suizidalität
  • mögliche Fremdgefährdung bei mehrfacher substanzunabhängiger Gewaltbereitschaft in der Vorgeschichte
  • Desorientierung
  • erheblichen Merkfähigkeitsstörungen bei organischen und psychischen Störungen wie Demenz oder Delir
  • akute oder instabile Psychosen aus den Diagnosegruppen Schizophrenie und wahnhafte Störungen
  • manische Phasen von Bipolaren Störungen
  • schwergradige und /oder irreversible substanzinduzierte hirnorganische Störungen mit anhaltenden schweren Hirnleistungs- und Verhaltensstörungen
  • im Vordergrund stehender akutmedizinischer Behandlungsbedarf
  • erhebliche Pflegebedürftigkeit
  • erhebliche Behinderung der Gehfähigkeit

Indikationen

Hauptdiagnose: Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit (F10.1/F10.2/F13.1/F13.2)

Nebendiagnosen: schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von

  • Opioid-Analgetika (F11.1/F11.2)
  • Cannabinoiden (F12.1/F12.2)
  • Sedativer und Hypnotika (F13.1/F13.2)
  • Kokain (F14.1/F14.2)
  • Stimulanzien (F15.1/F15.2)
  • Halozinogenen (F16.1/F16.2)
  • Tabak (F17.1 / F17.2)
  • flüchtigen Lösungsmitteln (F18.1/F18.2)
  • polyvalenter Substanzkonsum und Konsum anderer psychotroper Substanzen (F19.1/F19.2)
  • nicht abhängigkeitserzeugender Substanzen (F55)

Bei der Abhängigkeit von psychotrophen Substanzen ist zu prüfen, ob die Alkohol- / Medikamentenabhängigkeit als Hauptdiagnose gesichert ist und ob eine Abstinenz aller Substanzen angestrebt wird.

Mitbehandelte psychische Komorbiditäten

Organisch und Psychische Störungen:
  • leichte Kognitive Störungen (F06/07)
Substanzinduzierte Störungen:
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol / THC: Psychotische Störung (F10.5/F12.5)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Amnestisches Syndrom (F10.6)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Restzustände (F10.7)
  • weitere (F10.8 / F10.9)
  • Einzelfallentscheidung: F20-F29
Wenn Rehafähigkeit vom vorbehandelnden Psychiater bestätigt:
  • F4
  • F 31.x
  • F32-39 (sofern nicht suizidal)
  • F50 (sofern kein akutmedizinischer Handlungsbedarf)
  • F51 nicht organische Schlafstörungen
  • F60-62 und F68-69 Persönlichkeitsstörungen
  • F63 Impulskontrollstörung die nicht im Vordergrund stehen
  • F84.5 Asperger Syndrom (Autismus) Einzellfallenstscheidung
  • F90 ADHS

Behandlungsangebote

  • teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der DRV (BORA?BORA
    Berufliche Orientierung in der Rehabilitation von Abhängigen. Wichtiger Baustein in der Therapie und Tagesstruktur, beinhaltet berufliche Anamnese, Klärung der individuellen Fähigkeiten und des Potenzials der Rehabilitanden und praktische Maßnahmen in Werkstätten und Betrieben. Ziel ist die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben nach erfolgreicher Reha.
    ): Leistungsdiagnostik, EFL, Belastungserprobung, Belastungstraining, PC-Training, Bewerbungstraining, Psychoeduktive Gruppen für Arbeitsuchende, Arbeitsplatzseminare, Hirnleistungstraining, Haushalts- und Kochtraining
  • Teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der Krankenkassen: Hirnleistungstraining, Tagesstrukturierung , Mobilisierung, Physiotherapie, Haushalts- und Kochtraining
  • Psychotherapie: Affekttraining, Depressionsbewältigung, Traumabewältigung
  • Verhaltenstherapie: Selbstwert-, Selbstsicherheitstraining
  • Sinn- und Werteorientierung: Logotherapie, REVT, Transaktionsanalyse, Selbsthilfeprogramm
  • Entspannungstherapie: Autogenes Training, PMR, Akupunktur
  • Familientherapie: Angehörigen-, Paarseminar u.-gespräche,
  • intensives Rückfallpräventionstraining: Suchtgruppe, Rückfallgruppe, Belastungserprobung, Kommunikationstraining, REVT, Kreativwerkstatt, Schreibwerkstatt, Stressmanagement, Schuldnerberatung
  • Gesundheitstraining: Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung
  • Raucherentwöhnung
  • Ernährungsberatung
  • Sonderkostformen
  • Physiotherapie
  • Bewegungstherapie: Rückenschule, Koordinations-, Beweglichkeits-, Ausdauertraining, Sport

Informationen für Kooperationspartner aller Häuser

Informationen für Kosten- und Leistungsträger
Fachklink Oerrel

Wir bieten Ihren Versicherten mit indizierter Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit beruflich orientierte, medizinische Rehabilitation auf folgenden Grundlagen an:

Deutsche Rentenversicherung (DRV)

  • gem. § 15 SGB VI (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)
  • und § 26 SGB IX (Leistungen zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe)
  • Leistungsvertrag nach § 21 SGB IX
  • BORA?BORA
    Berufliche Orientierung in der Rehabilitation von Abhängigen. Wichtiger Baustein in der Therapie und Tagesstruktur, beinhaltet berufliche Anamnese, Klärung der individuellen Fähigkeiten und des Potenzials der Rehabilitanden und praktische Maßnahmen in Werkstätten und Betrieben. Ziel ist die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben nach erfolgreicher Reha.
    Anerkennung

gesetzliche Krankenversicherung

  • gem. § 40 SGB V um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden Versorgungsvertrag nach §111 SGB V

Strukturmerkmale

Behandlungsplätze: Die Fachklinik verfügt über 66 Behandlungsplätze.

Federführender Kosten- und Leistungsträger: Deutsche Rentenversicherung, Braunschweig-Hannover.

Fachliche Qualifikation: Wir arbeiten interdisziplinär in einem multiprofessionellen Team mit folgenden Professionen und Qualifikationen:
Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialmedizin, Rehabilitationsmedizin, Allgemeinmedizin, Ernährungsmedizin, examinierte Krankenschwestern und -pfleger, Ernährungs- und Diätberaterin, Dipl.-Psychologen (TP und VT), Dipl.-Sozialpädagogen / Dipl.- Pädagogen / Dipl. Sozialarbeiter (TP und VT), Sozialtherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Arbeitsanleitern.

Indikationen

Hauptdiagnose: Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit (F10.1/F10.2/F13.1/F13.2)

Nebendiagnosen: schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von:

  • Opioid-Analgetika (F11.1/F11.2)
  • Cannabinoiden (F12.1/F12.2)
  • Sedativer und Hypnotika (F13.1/F13.2)
  • Kokain (F14.1/F14.2)
  • Stimulanzien (F15.1/F15.2)
  • Halozinogenen (F16.1/F16.2)
  • Tabak (F17.1 / F17.2)
  • flüchtigen Lösungsmitteln (F18.1/F18.2)
  • polyvalenter Substanzkonsum und Konsum anderer psychotropher Substanzen (F19.1/F19.2)
  • nicht abhängigkeitserzeugender Substanzen (F55)

Bei der Abhängigkeit von psychotrophen Substanzen ist zu prüfen, ob die Alkohol- / Medikamentenabhängigkeit als Hauptdiagnose gesichert ist und ob eine Abstinenz aller Substanzen angestrebt wird.

Mitbehandelte psychische Komorbiditäten

Organisch und Psychische Störungen:
  • leichte Kognitive Störungen (F06/07)
Substanzinduzierte Störungen:
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol / THC: Psychotische Störung (F10.5/F12.5)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Amnestisches Syndrom (F10.6)
  • Psych. und Verhaltensstörung durch Alkohol: Restzustände (F10.7)
  • weitere (F10.8 / F10.9)
  • Einzelfallentscheidung: F20-F29
Wenn Rehafähigkeit vom vorbehandelnden Psychiater bestätigt:
  • F4
  • F 31.x
  • F32-39 (sofern nicht suizidal)
  • F50 (sofern kein akutmedizinischer Handlungsbedarf)
  • F51 nicht organische Schlafstörungen
  • F60-62 und F68-69 Persönlichkeitsstörungen
  • F63 Impulskontrollstörung die nicht im Vordergrund stehen
  • F84.5 Asperger Syndrom (Autismus) Einzellfallenstscheidung
  • F90 ADHS

Behandlungsangebote

  • teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der DRV (BORA): Leistungsdiagnostik, EFL, Belastungserprobung, Belastungstraining, PC-Training, Bewerbungstraining, Psychoeduktive Gruppen für Arbeitsuchende, Arbeitsplatzseminare, Hirnleistungstraining, Haushalts- und Kochtraining
  • Teilhabebezogene Intensivtherapie für Rehabilitanden der Krankenkassen: Hirnleistungstraining, Tagesstrukturierung , Mobilisierung, Physiotherapie, Haushalts- und Kochtraining
  • Psychotherapie: Affekttraining, Depressionsbewältigung, Traumabewältigung
  • Verhaltenstherapie: Selbstwert-, Selbstsicherheitstraining
  • Sinn- und Werteorientierung: Logotherapie, REVT, Transaktionsanalyse, Selbsthilfeprogramm
  • Entspannungstherapie: Autogenes Training, PMR, Akupunktur
  • Familientherapie: Angehörigen-, Paarseminar u.-gespräche,
  • intensives Rückfallpräventionstraining: Suchtgruppe, Rückfallgruppe, Belastungserprobung, Kommunikationstraining, REVT, Kreativwerkstatt, Schreibwerkstatt, Stressmanagement, Schuldnerberatung
  • Gesundheitstraining: Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung
  • Raucherentwöhnung
  • Ernährungsberatung
  • Sonderkostformen
  • Physiotherapie
  • Bewegungstherapie: Rückenschule, Koordinations-, Beweglichkeits- Ausdauertraining, Spiele

Informationen für Kosten- & Leistungsträger aller Häuser

Qualitätsmanagement
Fachklinik Oerrel 

Das Qualitätsmanagement der Fachklinik Oerrel der Haus Niedersachsen gGmbH ist nach

  • DIN EN ISO 9001:2008,
  • DEGEMED/FVS

zertifiziert. Die Fachklinik erfüllt somit die strengen Anforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), nach §20 SGB IX. Darüber hinaus nimmt die Fachklinik Oerrel am externen Qualitätsprogramm der Deutschen Rentenversicherung (DRV) teil.

So können wir uns für ein ausgezeichnetes Niveau und eine konstant hohe Qualität in Behandlung und Betreuung verbürgen.

Qualitätsmanangement aller Häuser